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Rezension: Der Lauf des Lebens von Monika Jaeger

Klappentext:

Es gibt Tage im Leben, die haben mehr Gewicht als die Wochen und Monate, die sie umgeben. Es gibt Momente im Leben, in denen die Zeit gleichzeitig stehenzubleiben und zu rasen scheint. Der erste Schultag kann ein solcher Tag sein, der erste Kuss ein solcher Moment. Manchmal mischen sich in solchen Momenten Triumph und Melancholie wie in der ersten Nacht in der eigenen Wohnung, manchmal ereignet sich etwas, das uns verändert, ohne dass es rückgängig zu machen wäre. Manchmal gehen solchen Momenten eigene Entscheidungen voraus, manchmal Eingeständnisse, die den Menschen ohnmächtig machen, manchmal ein unermesslicher Verlust. Sich scheiden lassen, sich eingestehen, dass man unter einer Depression leidet, jemanden begraben, den man liebt. All das sind Momente, die in den Erzählungen dieses Bandes eingefangen sind.

Mona Jaeger erzählt einfühlsam, aber auch ungewöhnlich direkt, ohne jede Sentimentalität und ohne Scheu von all dem, was Leben und Sterben ausmachen kann. Ihre außergewöhnlichen Erzählungen ziehen einen weiten Bogen und verfolgen den Lauf des Lebens von der Geburt bis zum Tod. Mit dem klaren Blick der Journalistin macht sie Schlüsselmomente aus, in denen sich jeder wiedererkennen kann, mit dem ganz eigenen Ton einer vielversprechenden Erzählerin hält sie sie auf eine Weise fest, die einzigartig ist.

 

Produktinformationen:

 Gebundene Ausgabe mit 192 Seiten 18,00€, Kindle Edition 13,99€.

Veröffentlichung am 24. Oktober 2016 durch den Luchterhand Literaturverlag

 

Rezension:

Dieses Buch ist eines der wenigen, bei denen ich mir sicher bin, dass ich sie für immer in Erinnerung behalten werde. Die Autorin setzt durch viele kleine Mosaiksteinchen ein großes Bild des Lebens zusammen. Für mich ist es schwer, hierfür die Worte zu finden, aber ich denke, das trifft es ganz gut.

 

Der Leser lernt zwei Figuren kennen, Anna und Paul. Die beiden haben nichts mit einander zu tun und doch begleitet man die beiden vom Anfang bis zum Ende.

 

Die Kurzgeschichten haben meine komplette Gefühlspalette angesprochen. Von Freude bis hin zu Rührung, von Wut bis hin zu tiefer Trauer war alles dabei. Tränen habe ich des Öfteren geweint, deswegen konnte ich das Buch auch nicht an einem Stück lesen. Nicht, weil es nicht gut war, sondern weil die Kurzgeschichten jede für sich lange nachhallen. Sie sind so geschrieben, dass sie jedem von uns passieren könnten, bestimmt sind sie dem ein oder anderen so passiert.

 

Fazit:

Dieses Buch sollte jeder mal gelesen haben.