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Rezension: Senor Gonzales und der Garten des Lebens von Claus Mikosch

Auszug:

"Er hatte sich entschieden, herauszufinden, wohin man kommt wenn man eine neue Richtung einschlägt und einfach losgeht. Natürlich war er aufgeregt, was ihn erwarten  würde, aber gleichzeitig spürte er auch eine seltsame Ruhe tief in seinem Inneren. Als hätte er mit einem Teil von sich selbst Frieden geschlossen. Als hätte seine Seele aufgehört zu schreien."

 

Klappentext:

Niklas, Anfang 30, gerade arbeitslos geworden und irgendwie entwurzelt, beschließt eine Auszeit in Andalusien. Dort begegnet er Señor Gonzalez, einem alten Gärtner, der seit Jahrzehnten Gemüse auf natürliche Weise anbaut, »immer mit der Natur als Freund und Gehilfe«. Zuerst besucht Niklas den alten Mann hin und wieder, dann hilft er ihm täglich einige Stunden bei der Gartenarbeit. Dabei lernt Niklas nicht nur etwas über den Anbau von Lauch und Tomaten, sondern vor allem etwas über Gelassenheit, Achtsam- und Genügsamkeit. Señor Gonzalez, sein Wissen und seine Weisheit öffnen Niklas die Augen und helfen ihm, sein Leben neu auszurichten.

 

Produktinformation:

Gebundene Ausgabe mit 192 Seiten 14,00€, Kindle Edition 10,99€.

Veröffentlichung am 26. März 2018 durch das Gütersloher Verlagshaus.

 

Rezension:

Ich habe bereits die drei Bücher über den kleinen Buddha von Claus Mikosch gelesen und war jedesmal sehr angetan von den Geschichten. Der kleine Buddha hat mich sehr dazu inspiriert, etwas in meiner Denkweise zu verändern, das hat hier auch Senor Gonzales bei Niklas geschafft.

 

Wie viele unserer Mitmenschen hat Niklas durch die hektische und schnelllebige Zeit das Wesentliche aus den Augen verloren. Doch der sympathische Gärtner weiß, was zu tun ist, er teilt seine Weisheiten mit Niklas, die er aus seinen Beobachtungen der Natur ableitet. Dabei drängt er sich Niklas und den Lesern nicht auf, sondern erzählt auf eine sehr sympathische Art und Weise, wie wichtig es ist, achtsam mit sich selbst und seiner Umgebung zu sein.

 

Dabei ist der Leser von Anfang an Teil der Geschichte, ich habe mich gefühlt, als hätte ich den beiden und den übrigen Figuren der Geschichte Gesellschaft geleistet. Der Schreibstil ist wie gewohnt warmherzig, sehr inspirierend und ohne erhobenen Zeigefinger. Wie bei den anderen Büchern auch, hat die Geschichte mich sehr zum Nachdenken angeregt. 

 

Eine wunderschöne Beigabe ist das Setting der Erzählung, denn Senor Gonzales arbeitet mit Niklas in seinem Garten, indem er schon seit Jahrzehnten Gemüse anbaut. Dort erklärt der alte Mann, was die Pflanzen wirklich brauchen und wie man als Mensch im Einklang der Natur leben kann. Für mich als Gartenliebhaber war die Erzählung eine unglaublich tolle Erfahrung.

 

Fazit:

Ein große Empfehlung für jeden Gartenliebhaber und die Menschen, die in ihrem Alltag nicht zur Ruhe kommen.