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Rezension: Sehnsucht Israel - Mein Leben zwischen Kippa, Küche und Koriander von Tom Franz

Auszug:

"Die Israelis waren nicht nur äußerlich auffällig, sondern sie waren insgesamt anders. Solchen Menschen war ich bislang nicht begegnet. Wie sie sich verhielten, selbstverständlich und selbstbewusst, wie sie tanzten, wie sie sangen - ich sog alles in mich auf. Nicht mal nach reichlich Biergenuss hätte ich mich so locker und unbeschwert bewegen können, und denen war das möglich, obwohl sie vollkommen nüchtern waren. Auf den Partys, die fast jeden Abend für sie veranstaltet wurden, tranken sie nämlich keinen Tropfen Alkohol. Sie hatten so viel Spaß, versprühten so viel Lebensfreude. Sie hatten nicht einmal ein Problem damit, dass sie in Deutschland waren."

 

Klappentext:

Man nehme eine sympathische Persönlichkeit, eine spannende, länderübergreifende Lebensgeschichte und würze mit dem Trendthema Kochen – fertig ist ein wunderbares Buch für viele Geschmäcker. Als Tom Franz 2013 Sieger der israelischen Ausgabe des Fernseh-Kochwettbewerbs »MasterChef« wurde, lebte er schon neun Jahre als konvertierter Jude in Israel. Popularität und Beliebtheit des »kulinarischen Botschafters« und »Brückenbauers« zwischen Israel und Deutschland sind eng verknüpft mit seiner besonderen Vita. In diesem Buch erzählt Tom Franz, wie aus einem Anwalt ohne Leidenschaft ein leidenschaftlicher Koch und Jude wurde.

 

Produktinformation:

Gebundene Ausgabe mit 256 Seiten 20,00€, Kindle Edition 15,99€

Veröffentlichung am 26. Februar 2018 durch das Gütersloher Verlagshaus.

 

Rezension:

Durch eine Biografie über Israel anlässlich des 70-jährigen Bestehens bin ich auf dieses tolle Land aufmerksam geworden. Deswegen wollte ich unbedingt mehr über Land und Leute wissen und habe daher dieses Buch gelesen. Tom Franz kannte ich bisher trotz seiner Medienpräsenz nicht.

 

Ich habe genau das bekommen, was ich mir von dem Buch erhofft habe - Tom Franz berichtet über seine Erlebnisse mit der Kultur und den Menschen Israels. Dabei ist der Autor vor Extremen nicht zurück geschreckt und hat beispielsweise Freiwilligendienst auf einer Palliativstation geleistet und die Menschen dort in den Tod begleitet. Außerdem arbeitete er in einem Altenheim, in dem er auf viele deutschstämmige Menschen traf, die früher vor dem Naziregime flüchten mussten. Aber erzählt nicht nur von schlimmen Dingen, sondern auch von tollen Begegnungen mit Menschen in der Wohngemeinschaft, in der er gelebt hat. Da Tom Franz leidenschaftlicher Koch ist, kommt natürlich auch die israelische Küche und deren tolle Gewürze nicht zu kurz.

 

Er berichtet von den Vorstellungen, die er über die Menschen hatte und was er tatsächlich in Israel vorgefunden hat. Ob sich beides deckt, müsst Ihr selbst herausfinden.

 

Der Schreibstil des Autors ist sehr bildhaft und spricht sämtliche Sinne an, sodass man sich sehr gut vorstellen kann, wovon er gerade erzählt. Ich kann deswegen seine Sehnsucht Israel mittlerweile sehr gut nachvollziehen und möchte gerne einmal dorthin reisen, um mir mein eigenes Bild zu machen.

 

Fazit:

Bitte, liebe weltoffene Leser, lest dieses Buch. Es wird Euch garantiert nicht enttäuschen!