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Rezension: Die Buchhandlung der Träume von Cristina Di Canio

Erster Absatz:

"Von wem ist es? Ich muss es wissen!" Der junge Mann reißt die Glastür auf, stolpert über die Schwelle in den Buchladen und starrt dort Nina an, die an ihrem Schreibtisch sitzt."

 

Klappentext:

Mit ihrer kleinen Buchhandlung am Stadtrand von Mailand hat sich Nina einen Traum erfüllt. Und seit sie eine besondere Idee hatte, ist ihr Laden zu einem beliebten Treffpunkt geworden: Jeder Kunde kann ein Buch, das für ihn eine große Bedeutung hat, dem zufällig nächsten Kunden schenken. Auch wenn das Buchgeschenk anonym ist, entstehen auf diese Weise Freundschaften, ja sogar Liebespaare finden sich. Nur Nina selbst ist einsam, wenn sie abends die Türen ihrer Buchhandlung schließt. Bis eines Tages ein junger Musiker in einer Matrosenjacke in ihren Laden kommt und Nina eine Kiste voller antiquarischer Bücher bringt …

 

Produktinformation:

Broschierte Ausgabe mit 208 Seiten 15,00€, Kindle Edition 11,99€.

Veröffentlichung am 21. Mai 2018 durch den Goldmann Verlag.

 

Rezension:

Ich lese immer gerne von Buchhändlern, Bibliothekaren oder Autoren in Büchern, weil mir meistens die Atmosphäre sehr gut gefällt, weil die Autoren der Bücher oft auch aus dem Bereich kommen. Meistens kommt das dann sehr authentisch rüber und man bekommt einen guten Einblick in das jeweilige Leben. Das hat mir hier leider gefehlt.

 

Ich habe mir die Buchhandlung tatsächlich wie einen gemütlichen Treffpunkt vorgestellt, weil es im Klappentext ja auch so beschrieben wird. Von Gemütlichkeit kam bei mir gar nichts an, weil ich auch mit der Protagonistin nicht warm geworden bin, die gefühlt ständig unter Stress war und dann auch gerne schon mal die Leute raus schmeißt, wenn sie keine Lust hat, sich zu unterhalten. Aber auf einen kleinen Jungen, den seine Eltern in der Buchhandlung parken, passt sie dann zwei Stunden auf.

 

Ihre alte Freundin sitzt den ganzen Tag dort in einem Sessel und darf nicht mit den Kunden sprechen, das fand ich auch merkwürdig. Die übrigen Personen, die in der Buchhandlung ein und ausgehen, haben mir ebenfalls nicht zugesagt.

 

Der Schreibstil ist locker, leicht und flüssig. Wenn mir die Geschichte nicht so missfallen hätte, wäre der Roman ein echtes Wohlfühlbuch geworden. Schade, dass das Thema hier nicht besser umgesetzt wurde. 

 

Fazit:

Ich kann die Geschichte leider nicht empfehlen, weil mir weder die Figuren, noch die Handlungen gefallen haben.