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Rezension: Immer wenn du tötest von B. C. Schiller

Erster Absatz:

"Alle müssen sterben.

Die beiden jungen Frauen können sich kaum auf den Beinen halten, als sie aus dem Lieferwagen stolpern. Noch immer tropft Blut aus ihren notdürftig verbundenen Handgelenken. Der junge Mann blickt apathisch umher, eher er aussteigt. In seinem rechten Unterarm steckt ein langer Schlauch, der mit Tape auf der Haut fixiert ist. Das blutverschmierte Ende baumelt im Wind."

 

Klappentext:

In einem stillgelegten Schlachthaus findet die Berliner Polizei die Leichen von drei jungen Menschen, allesamt blond und blauäugig. Ihre Körper sind bizarr in Szene gesetzt und enthalten fast keinen Tropfen Blut mehr. Der Verdacht fällt auf Freya von Rittberg, eine exzentrische Künstlerin, die mit dem Blut ihrer Fans Gemälde malt und gefährliche Mut-Challenges veranstaltet. Ihre Vorfahren haben eine dunkle NS-Vergangenheit, die bis in die Gegenwart reicht, und deshalb scheint jemand in der Regierung eine schützende Hand über Freya zu halten. Das BKA sieht sich gezwungen, seine beste Undercover-Ermittlerin einzuschleusen: Targa Hendricks heuert bei Freya als Bodyguard an. Sie verspürt keine Angst und hat nichts zu verlieren – bis Freya die einzige Schwäche von Targa entdeckt ...

 

Produktinformation:

Taschenbuch mit 400 Seiten 10,00€, Kindle Edition 3,99€, Audio-CD 14,95€.

Veröffentlichung am 14. Mai im Penguin Verlag.

 

Rezension:

Ich habe bereits den ersten Fall von Undercover-Ermittlerin Targa Hendricks gelesen und geliebt, weil die Protagonistin ein besonderer Mensch ist und ich sie gerne begleitet habe. So war es auch bei diesem Band, ich habe mich wieder sehr gut unterhalten gefühlt.

 

Hier hat mir besonders gut gefallen, dass mit der Ermittlerin Targa und der Künstlerin Freya zwei Frauen aufeinander treffen, die sich ziemlich ebenbürtig sind. Das hat für mich den Hauptreiz ausgemacht. Für mich war lange nicht klar, wer am Ende besser dastehen wird. Beide sind stur und eigenwillig, was für eine Menge Reibungspotenzial sorgt. Wie im ersten Band will Targa noch immer ihren Vater finden, um ihn endlich töten zu können. Auch unter ihren Zwängen leidet sie noch und ihre Kommunikation mit anderen Menschen ist noch immer kaum vorhanden. Umso erstaunlicher finde ich, wie sie den Fall angeht. Ich halte sie daher trotz ihren Einschränkungen, oder gerade deswegen, für eine sehr starke Frau, denn hier ist eine deutlich positive Entwicklung zu merken, was mich sehr gefreut hat.

 

Die Handlung der Geschichte ist dermaßen fesselnd, dass man sich ihr kaum entziehen kann, deswegen habe ich auch den Thriller fast in einem Rutsch durchgelesen. Der Schreibstil des Autorenduos ist gewohnt fesselnd, das muss man erstmal leisten können, wenn man bedenkt, dass man die Täterin zu Beginn schon kennenlernt. Die Ereignisse sind actiongeladen und das Erzähltempo hoch. So wünsche ich mir einen Thriller, hier stimmt das Gesamtpaket, ich habe rein gar nichts auzusetzen.

 

Fazit:

So muss ein Thriller sein, daher möchte ich ihn jedem Genreliebhaber raten, Targa Hendricks bei ihrem neuen Fall zu begleiten.