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Rezension: Pendulum von Adam Hamdy

Auszug:

"Als John Wallace das Brennen in seinem Hals spürte, wusste er sofort, dass er sich übergeben hatte. Er öffnete die Augen, doch es war immer noch dunkel. Seine Lider verdrehten sich, und die Wimpern klappten nach innen, als sie gegen die Augenbinde drückten. Sein Herz raste; erfüllt von nackter Panik schlug es wie ein Presslufthammer. Er kannte die Anzeichen einer Panikattacke, aber diesmal fühlte es sich anders an, diesmal spielte ihm seine Psyche keinen Streich. Dieses Gefühl war äußerst real. Als er versuchte, seine Arme zu bewegen, spürte er die Fesseln an seinen Handgelenken."

Seite 1

 

Klappentext:

John Wallace erwacht und fühlt sich benommen. Orientierungslos schaut er sich in seiner Wohnung um. Und plötzlich wird ihm klar, dass jemand eine Schlinge um seinen Hals gelegt hat. Ein maskierter Mann trachtet nach seinem Leben. Als er den Stuhl unter Johns Füßen wegreißt, zieht sich die Schlinge zu. Johns letzte Minuten scheinen endlos. Hätte er bloß noch eine Chance! Wie durch ein Wunder wird ihm diese gewährt, und er kann sich durch einen Sprung aus dem Fenster retten. Doch niemand will ihm seine Geschichte glauben. Nicht einmal, als der Täter zurückkehrt.

 

Produktinformation:

Taschenbuch mit 608 Seiten 9,99€, Kindle Edition 9,99€. 

Veröffentlichung am 10. April 2018 durch den Heyne Verlag.

 

Rezension:

Ich bin so dankbar, dass ich auf diesen Thriller gestoßen bin, denn so muss ein Thriller sein. Packend von Anfang bis Ende, mit interessanten Figuren, die man gerne begleitet. In meinen Augen eine Meisterleistung, vor der ich gerne meinen virtuellen Hut ziehe.

 

Der Auszug ist direkt von Seite eins des Thrillers, und so packend setzt sich der Schreibstil durch das ganze Buch fort. Ich konnte leider aus Zeitgründen nicht so viel am Stück lesen, wie ich wollte, dafür war die Rückkehr zur Geschichte immer ein Genuss. Auf vielen Büchern ist vorne der Begriff "Triller" aufgedruckt, aber die Geschichten lesen sich oft wie ein lahmer Krimi. Doch hier war alles anders, hier hat alles gepasst.

 

Die Geschichte spielt in mehreren Ländern und wird durch mehrere Figuren erzählt. Trotzdem verliert der Autor nie den roten Faden und der Leser weiß immer, woran er ist. Es gab weder unnötige Längen, die nichts für die Geschichte getan haben. Im Gegenteil, der Spannungsbogen war konstant hoch und das Erzähltempo schnell. Oft habe ich mich wie bei einem spannenden Action- bzw. Horrorfilm gefühlt, bei dem es keine lästigen Werbepausen gibt. 

 

Ich kann leider nicht so viel erzählen, wie ich gerne möchte, denn sonst würde ich spoilern, deswegen lasse ich das schweren Herzens. 

 

Fazit:

Für Thrillerfans ein Muss und ein großartiger Auftakt der Reihe um John Wallace.