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Rezension: Das Leben schmeckt nach Erdbeereis von Tamara Mataya

Auszug:

"Da steht der beste Freund meines Bruders, Blake Blödmann Wilde.

Ich bin immer noch in ihn verliebt.

Ich stehe hier oben ohne.

Und er starrt auf meine Brüste.

Ich bedecke sie mit meinen Händen und wirble herum, um wegzurennen, aber die Aktion geht in die Hose, weil Sand leider keine gute Grundlage für einen schnellen Fluchtversuch ist. Ich probiere, eine gekrümmte Haltung einzunehmen und so Dekolleté und Unterleib gleichzeitig zu verbergen, übertreibe es aber dabei. Salzwasser spritzt mir ins Gesicht und dringt mir in die Nase."

Seite 39

 

Klappentext:

Melanie ist gestresst, vor allem weil ihr neuer Chef ihre Handynummer auf der Kurzwahltaste hat. Und er hat kein Problem damit, von dieser Taste Gebrauch zu machen. Also beschließt sie, eine Auszeit zu nehmen. Auf einer Website entdeckt sie die perfekte Anzeige und tauscht für einen Sommer ihr Apartment in New York City gegen eines in Miami. Was sie nicht weiß, mit der neuen Wohnung kommt auch neuer Mut. Plötzlich ist Melanie waghalsig und sexy. Und das bekommt vor allem Blake zu spüren, als er plötzlich vor ihrer Tür auftaucht. Der beste Freund ihres Bruders war bisher immer tabu für sie. Doch in Miami laufen die Dinge etwas anders …

 

Produktinformation:

Das Taschenbuch mit 368 Seiten kostet 10,00€, die Kindle Edition 8,99€.

Veröffentlichung am 10. April 2018 durch den Heyne Verlag.

 

Rezension:

Dieser Roman war einer meiner wenigen Coverkäufe, leider habe ich wieder mal erfahren müssen, dass man Kaufentscheidungen nicht auf diese Weise treffen sollte. Die Geschichte konnte mich leider gar nicht begeistern und hat mich eher gelangweilt und einige Dinge haben mich gestört.

 

Das erste, was ich nicht gut fand, war, dass Blake, der Love Interest der Geschichte mega sexy war und einen vollkommenen, makellosen Körper hatte. Ich kann sehr wohl verstehen, dass man sich als Leser mit einer solchen Geschichte unterhalten und vielleicht weg träumen möchte. Aber keine Frau, die ich kenne, steht auf aalglatte Katalogmänner, die nicht den geringsten Wiedererkennungswert haben.

 

Melanie hatte als Figur mit ihrer Kontrollsucht als Macke einen guten Einstieg, ich fand sie auch sympathisch, aber alles das ist spätestens auf Seite 100 verflogen, als die beiden natürlich zur Sache kommen. Sie können sich ihr ganzes Leben nicht leiden, trotz, dass Melanie heimlich in ihn verliebt ist, aber plötzlich ist alles anders? Das war mir leider nicht glaubwürdig genug dargestellt. Auch sonst kommen keine Spannung und unerwartete Ereignisse dazu, die Story plätschert so vor sich hin. 

 

Der Schreibstil an sich war klasse. Sehr modern, witzig und flüssig zu lesen. Sie kann zwar hier und da Romantik und schöne Gefühle wecken, aber leider verpufft das durch die Ereignisse und das Abdriften in einen Erotikroman. Das hat die Autorin in "Manche Tage muss man einfach zuckern" deutlich besser hinbekommen. Einige Figuren aus diesem Roman werden übrigens in dieser Geschichte erwähnt, was mich sehr gefreut hat, aber leider hat das die Geschichte nicht retten können.

 

Fazit:

Wer einen leichten Erotikroman für den Strand sucht, ist hier vielleicht gut beraten, ansonsten kann ich die Geschichte leider nicht empfehlen.