· 

Rezension: Das Inselhaus von Leonora Christina Skov

Klappentext:

Sieben Menschen, die einander noch nie getroffen haben, werden aus den unterschiedlichsten Gründen zu einem Arbeitsaufenthalt auf eine Insel eingeladen. Wie sich herausstellt: auf eine einsame Insel. In ein Haus aus Glas. Doch warum gerade sie? Und wer ist überhaupt derjenige, der ihnen anonym die Einladung hat zukommen lassen? Wer lässt extra ein Haus für sie bauen? Und warum? Während ihres Aufenthalts geschehen seltsame und unerklärliche Dinge auf der Insel. Immerhin gibt es keine Toten. Zumindest noch nicht …

 

Produktinformationen:

Taschenbuch mit 416 Seiten 10,00€, Kindle Edition 8,99€.

Veröffentlichung am 09. Januar 2018 durch den btb Verlag.

 

Rezension:

Normalerweise beginne ich meine Rezensionen mit einem Auszug aus der Geschichte, die mir besonders gut gefallen haben. Hier habe ich leider nichts gefunden, was mir zugesagt hat, was an sich schon ein schlechtes Zeichen ist. 

 

Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil ich den Titel und das Cover spannend fand, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, durfte es bei mir einziehen. Ich habe mir davon einen spannenden Krimi mit einem tollen Setting und einer tollen Umsetzung der Idee versprochen. Leider habe ich nichts davon bekommen.

 

Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, kam bei mir sehr unglaubwürdig rüber. Das fing damit an, dass die Ehefrau eines der Teilnehmer an dem Arbeitsaufenthalt der festen Überzeugung war, dass ihr Mann sterben müsse. Und zwar nur, weil weder sie noch einer ihrer Bekannten etwas von der Insel gehört haben, auf der das Haus steht. Auch im Internet sei dazu nichts zu finden. Aber erstens ist das Haus und das Projekt neu und zweitens könnte ja die Insel so klein sein, dass sie bisher keine Rolle gespielt hat. Die Szene alleine hat mich schon sehr genervt.

 

Dann werden so nach und nach die Teilnehmer des Aufenthaltes vorgestellt und in ihrem Alltag gezeigt. Leider auf eine so langweilige Art und Weise, dass ich mich echt zwingen musste, dran zu bleiben. Ich wollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass es doch noch spannend wird, weil ich eben die Idee so vielversprechend fand. Leider habe ich Lesezeit verschenkt, denn es wurde nicht fesselnd, sondern blieb eintönig.

 

Später erzählen Rückblenden mehr aus dem Leben der Teilnehmer, anstatt den Aufenthalt in dem gläsernen Haus aufregend zu gestalten. Das hätte es für mich nicht gebraucht. Dadurch hat sich die Geschichte noch viel mehr gezogen, als es sowieso schon der Fall war, was ich sehr schade fand. Hier wurde massig Potenzial verschleudert.

 

Bereits vor der Lektüre wird einem durch den Klappentext klar, dass die Figuren eine Gemeinsamkeit haben müssen, die haben sie auch. Abgesehen davon mochte ich keinen von ihnen, weil sie sich in ihrem Alltag sehr unsympathisch verhalten haben. Auch hier hätte man viel mehr rausholen können.

 

Was mich aber am meisten gestört hat, war, dass am Ende viel zu viele Fragen offen geblieben sind, weil gewisse Dinge einfach nicht aufgeklärt werden. Das lässt mich als Leser unzufrieden zurück, und das ist für mich ein No-Go.

 

Fazit:

Eine tolle Idee wurde hier so gut wie gar nicht umgesetzt, die Lektüre war langweilig und hat mich oft genervt. Ich kann hier leider absolut keine Empfehlung aussprechen.