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Rezension: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele von Suzanne Collins

Auszug:

"Es gibt ein Mädchen, in das ich schon ewig verknallt bin. Aber ich glaube bis zur Ernte wusste sie nicht mal, dass es mich gibt." "Tja, ich sag dir was Peeta. Du gehst da raus und du gewinnst das Ding und wenn du nach Hause kommst, dann muss sie einfach mit dir ausgehen. Stimmts Leute?" "Danke, aber das bringt mir gar nichts zu gewinnen." "Und warum nicht?" "Weil wir zusammen hergekommen sind."

 

Klappentext:

Als Katniss erfährt, dass das Los auf ihre kleine Schwester Prim gefallen ist, zögert sie keinen Moment. Um Prim zu schützen, meldet sie sich an ihrer Stelle für die alljährlich stattfindenden Spiele von Panem – in dem sicheren Wissen, damit ihr eigenes Todesurteil unterschrieben zu haben. Denn von den 24 Kandidaten darf nur ein Einziger überleben! Zusammen mit Peeta, einem Jungen aus ihrem Distrikt, wird Katniss in die Arena geschickt, um sich dem Kampf zu stellen. Sie beide wissen, dass es nur einen Sieger geben kann. Allerdings scheint das Peeta nicht zu kümmern, denn er rettet Katniss das Leben. Sind seine Gefühle ihr gegenüber vielleicht doch nicht nur gespielt, um das Publikum vor den Bildschirmen für sich einzunehmen? Katniss weiß nicht mehr, was sie glauben darf – und vor allem nicht, was sie selbst empfindet….

 

Produktinformation:

Gebundene Ausgabe mit 416 Seiten 18,95€, Taschenbuch 10,00€, Kindle Edition 8,99€, Hörbuch mit 9 Stunden und 40 Minuten 12,95€ oder 9,95€.

Veröffentlichung: 17. Juli 2009 durch den Oetinger Verlag.

 

Rezension:

Bisher habe ich schon viel von der Geschichte und den Filmen gehört, aber noch nie zu den Büchern oder den Filmen gegriffen. Vor kurzem ist mir das Buch in der Bücherei in die Hand gefallen und ich habe es mitgenommen. 

 

Die Geschichte um Katniss, Peeta und die Hungerspiele wird nicht umsonst so gehypt. Das Buch hat mir richtig gut gefallen, und ich bereue es, nicht vorher dazu gegriffen zu haben. 

 

Die fantastische Erzählung ist eine Dystopie, die Geschichte spielt in der Zukunft. Wann genau wird nicht genannt. Nordamerika ist hier ein eigener Kontinent und wurde durch Kriege und Naturkatastrophen weitgehend zerstört. Panem ist übrig geblieben, das Land ist in 12 Distrikte rund ums Kapitol aufgeteilt, Katniss lebt ganz außen und damit im ärmsten Teil. Die Menschen dort kämpfen täglich ums überleben, Nahrungsmittel werden mehr als eng rationiert, selber jagen ist angesagt. Ein Aufstand der armen Bewohner wurde von der Regierung niedergeschlagen, um das jedesmal aufs neue deutlich zu machen, werden jedes Jahr die Hungerspiele veranstaltet. Aus jedem Distrikt treten zwei "Mitspieler" zwischen zwölf und vierundzwanzig Jahren an und nur einer der Teilnehmer darf überleben. Er oder sie geht als Sieger hervor wenn alle anderen getötet wurden.

 

Die Geschichte hat mich gefesselt, aus mehreren Gründen. Zum einen ist sie sehr grausam, denn die Jagd auf die anderen Spieler auf dem urwaldähnlichen Gelände wird live und in Zusammenschnitten übertragen. Das heißt auch die Familienmitglieder und Freunde sehen, was mit den Jugendlichen/jungen Erwachsenen passiert, dazu gehören dann auch die Tötungen. Zum anderen hat die Geschichte einige fantastische Elemente, mir sind da besonders die von der Regierung gezüchteten Spotttölpel, die die Menschen in Panem und die Teilnehmer der Spiele aushorchen sollen und alles aufnehmen und wiedergeben, was sie hören. Aber auch die mitunter tödlichen Jagdwespen, die schreckliche Wunden verursachen, haben mir sehr gut gefallen. 

 

Katniss mochte ich unglaublich gerne. Sie ist eine mutige junge Frau, die anstatt ihrer kleinen Schwester an den Spielen teilnimmt und sie so vor dem sicheren Tod bewahrt. Das macht sie sehr sympathisch, und auch sonst hat mir ihre Art und Weise, mit den Dingen umzugehen, sehr zugesagt. Eine weitere wichtige Figur ist Peeta, der zweite Teilnehmer aus Katniss' Distrikt. Er hat schon lange ein Auge auf Katniss geworfen, doch sie hat ihn bisher nicht wahr genommen. Er ist der Sohn des Bäckers und seine Rolle in der Geschichte bleibt lange geheim, was mir sehr gut gefallen hat.

 

Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend, für die Geschichte hätte ich mir keinen besseren vorstellen können. Suzanne Collins schreibt flüssig, modern und bildhaft, damit bindet sie den Leser an die Geschichte wie ein Magnet ans Metall. Es gibt keine unnötige Länge und jede einzelne Szene tut der Geschichte sehr gut. 

 

Wer keine brutalen Szenen mag ist hier nicht sehr gut beraten, denn so einige Szenen sind wirklich erschütternd und haben mich als Thrillerkind an meine Grenzen gebracht. Menschen werden teilweise abgeschlachtet wie Vieh, ich bin deswegen sehr auf die Filme gespannt.

 

Fazit:

Ein packendes Jugendbuch mit einer dystopischen Geschichte, die nur für harte Leser geeignet ist.