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Rezension: Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand von Phaedra Patrick

Auszug:

Heute, am fünfzehnten des Monats war es anders. Es war der Jahrestag, vor dem es ihm schon seit Wochen graute. Das Datum auf seinem Kalender "Schönes Scarborough" fiel ihm jedes Mal ins Auge, wenn er daran vorbei kam. Er starrte es dann einen Moment lang an und versuchte anschließend, sich mit einer kleinen Aufgabe abzulenken. Er goss dann seinen Farn Frederica  oder machte das Küchenfenster auf und rief "Zisch ab!", um die Nachbarskatze davon abzuhalten, seinen Steingarten als Toilette zu missbrauchen. Es war auf den Tag genau einen Tag her, dass seine Frau gestorben war."

Seite 7 und 8 

 

Klappentext:

Arthur Pepper. 69 Jahre alt. Seit einem Jahr Witwer. Führt ein geregeltes Leben ohne größere Überraschungen – bis er auf ein Armband seiner verstorbenen Frau stößt, das er noch niemals zuvor gesehen hat. Hatte seine Frau Geheimnisse vor ihm? Einen Liebhaber? Wo kommen die acht Anhänger her? Um das herauszufinden, muss er aus seiner Routine ausbrechen und sich auf die Spuren dieses Armkettchens begeben. Und so kommt es, dass er einen Tiger abwehren muss, mit einem bekannten Autoren spricht, nackt vor einer Kunstklasse posiert – und somit letztendlich nicht nur seiner Frau näher kommt, sondern auch sich selbst. Und vielleicht auch einer neuen Liebe …

 

Produktinformation:
Taschenbuch mit 348 Seiten 10,00€, Kindle Edition 8,99€.

Veröffentlicht am 9. Januar 2018 durch den btb Verlag.

 

Rezension:

Dies ist eine der Rezensionen, die ich nicht so gerne schreibe, denn mir hat das Buch leider gar nicht gefallen und ich habe es nach ungefähr siebzig Seiten abgebrochen, weil es mir keine Freude bereitet hat und ich die Handlungen von Arthur nicht nachvollziehen, weil er mir als Protagonist nicht nahe genug gekommen ist. Teilweise fand ich seine Reaktionen sogar unglaubwürdig.

 

Auch der Schreibstil war nicht meiner, ich hatte nicht das Gefühl, vorwärts zu kommen und musste einige Absätze zweimal lesen, um sie richtig zu verstehen. Das lag aber auch an der schwermütigen Stimmung, die mich beim Lesen teilweise richtig runtergezogen hat. Normalerweise habe ich keine Probleme mit solchen Geschichten und lese sie auch gerne, aber ich habe ich habe eine skurrile, schrullige Geschichte über einen Rentner mit all seinen Eigenarten erwarten, aber ich fand es einfach nur depressiv.

 

Über die Handlung an sich kann ich nicht zu viel sagen, weil ich das Buch ja nicht komplett gelesen habe, aber auf den ersten siebzig Seiten passiert kaum etwas. Diese Strecke hätte man gut darin investieren können, Arthur als unbeholfenen Vater zu zeigen, anstatt ihm niemanden mehr zu lassen. Da wurde viel Potenzial verschenkt.

 

Fazit:

Ich kann dem Roman leider nichts abgewinnen, deswegen möchte ich auch keine Empfehlung aussprechen.