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Rezension: Im Bann des Ozeans von Robert Hofrichter

Auszug:

„Die Abfälle unserer angeblich so hochentwickelten Zivilisation, die auf grenzenloses Wachstum und unersättlichen Konsum setzt, haben die tiefsten Tiefen des Ozeans erreicht. Das ist erschreckend. Es zeigt einmal mehr, wie brutal wir uns die »Erde untertan« machen und wie gedankenlos wir uns als außerhalb des Netzwerks allen Lebens stehend sehen. Aber das sind wir nicht. Wir sind Teil dieses Netzwerkes und es zu zerstören bedeutet, uns selbst die Lebensgrundlagen zu entziehen."

 

Klappentext:

1.337.323.000 Kubikkilometer – so viel Wasser enthalten in etwa die Ozeane dieser Welt. Gigantische Badewannen, die nicht nur Künstler und Poeten, sondern vor allem Meeresforscher und Biologen faszinieren. Robert Hofrichter ist einer von ihnen und hier erzählt er die spannendsten Geschichten aus dem nassen Kosmos, der die Erde umgibt. Wir lesen von seltsamen Lebensentwürfen und sonderbaren Sex-Praktiken in einem verbeulten Ozean, lernen freundliche Haie und übelgelaunte Delphine kennen, erfahren mehr über Monsterwellen, die Ungeheuer der Tiefe und die Geschichte der Quellen allen Lebens. Ein Buch, so aufregend wie ein Tauchgang in die Tiefsee!

 

Produktinformation:

Gebundene Ausgabe mit 240 Seiten 20,00€, Kindle Edition 15,99€

Veröffentlicht am 26. März 2018 vom Gütersloher Verlagshaus

 

Rezension:

Da ich als Kind, bzw. Jugendliche Meeresbiologin werden wollte, war für mich klar, dass das Buch von Biologe Robert Hofrichter bei mir einziehen darf. Und ich wurde nicht enttäuscht, sondern war nach der Lektüre noch begeisterter als vorher.

 

Da der Autor nicht nur Biologe ist, sondern auch Kosmopolit berichtet er über die alle Ozeane der Welt, denn er fühlt sich überall Zuhause. Er bringt dem Leser fakten der Meeresforscherin auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise nahe. 

 

Ich durfte über viele interessante Themen lesen. Zum Beispiel weiß ich jetzt, wieso der Meeresspiegel sinkt und steigt, was Kapitäne tun, wenn sie Riesenwellen begegnen, wieso wir meinen, die Meere sind blau, obwohl Wasser farblos ist und vieles vieles mehr.

 

Auch wenn dieses Buch nicht mit farbigen, ausdrucksstarken Bildern aufwartet, habe ich mich trotzdem großartig unterhalten gefühlt und oft verblüfft dagesessen. Ich habe alles in mich aufgesogen wie ein Schwamm und war etwas traurig, als das Buch zuende war.

 

Fazit:

Ein Buch, dass ich sicherlich noch oft in die Hand nehmen werde. Eine absolute Empfehlung für Naturinteressierte.