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Rezension: Eine unverhoffte Zeitreise: Rachels Tagebuch von Britta Keller

Konnte mich leider nur durchschnittlich unterhalten.

Zitat aus Kapitel 14:

"Einige Männer saßen vor den Zelten und sahen gelangweilt aus, doch für mich war alles aufregend und gleichzeitig einschüchternd. Manche schärften die Waffen oder diskutierten laut mit ihren Mitstreitern. Auch Frauen gab es in der Zeltstadt. Eine ältere Dame, in einem Leinenrock und einem Plaid, das sie über der Schulter trug, schöpfte irgendeine Flüssigkeit und verteilte sie an einige der Krieger."

 

Klappentext:

Die aus Schottland stammenden Freunde Andrew und Brian arbeiten in der Bibliothek an ihrer Semesterarbeit über das Mittelalter, als ihnen ein rotes Buch in die Hände fällt. Erstaunt stellen sie fest, dass sich der Titel, wann immer sie das Buch zur Hand nehmen, ändert. Was hat es damit auf sich? Bevor sie begreifen können, was geschieht, finden die beiden sich gemeinsam mit Andrews Schwester in der Vergangenheit wieder. Ihnen bleibt nichts Anderes übrig, als ihre Rolle in diesem unfreiwilligen Abenteuer zu spielen, auch wenn sie nicht wissen, was sie letztlich erwartet. Werden die Drei es meistern?

 

Produktinformation:

Taschenbuch: 246 Seiten, 11,99 €

Kindle Edition: Aktionspreis 1,99 €, sonst 2,99 €

Veröffentlichung: 22. Januar 2018 durch den Angelwing-Verlag, 2. Auflage

ISBN: 978-3962610265

 

Rezension:

Als ich den Roman zur Rezension angeboten bekommen und erfahren habe, dass das Setting sich in Schottland befindet, war für mich klar, dass ich die Geschichte lesen möchte. Ich liebe das schottische Flair und jeder, der Schottland ebenso mag, wird das verstehen können. Leider war davon in der Geschichte nicht viel zu spüren, weil auf die Umgebung, in der die jeweilige Szene spielt, gar nicht eingegangen wird. Ich bekomme keine Bilder an die Hand, denn leider erzählt die Autorin, aber zeigt es nicht. Der Schreibstil ist nicht sehr bildhaft, deswegen kommt die Geschichte oft rüber wie ein Aufsatz oder ein Report.

 

Die Idee, dass die Protagonisten durch das Buch auf eine Zeitreise gehen finde ich an sich großartig und habe mich daher sehr gefreut, als die Reise begann. Leider fand ich die Art und Weise, wie sie durch das Buch reisen viel zu kurz beschrieben und ohne jede Emotion und Eindrücke der Figuren. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, war, dass der Titel des Buches sich ändert, wann immer das Buch in die Hand genommen wird. Die Protagonisten bekommen so immer mal wieder neue Hinweise. Das habe ich so auch noch nicht gelesen und finde es deswegen sehr originell.

 

Die Handlung an sich hat mir gut gefallen, auch die unerwarteten Plottwists und das Ende mochte ich sehr. Nur schade, dass sie stellenweise gefühlt herunter gerattert wurden, hier ist noch viel Luft nach oben. Eine schöne Portion Liebe und Leidenschaft brachte die Geschichte auch mit sich, allerdings fehlte mir auch hier ein emotionaler Schreibstil.

 

Fazit:

Eine Geschichte, die von der Handlung her solide ist, aber vom Schreibstil her noch viel Luft nach oben hat.